1835, vor 150 Jahren, wurde die erste Eisenbahnstrecke in Deutschland eröffnet, 2 Jahre später die erste Strecke in Frankreich. In diesem Zusammenhang schrieb





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1835, vor 150 Jahren, wurde die erste Eisenbahnstrecke in Deutschland eröffnet, 2 Jahre später die erste Strecke in Frankreich. In diesem Zusammenhang schrieb die französische Akademie der Wissenschaften eine Preisfrage aus über die Auswirkungen der Eisenbahn und der Dampfschiffahrt auf das wirtschaftliche, soziale und politische Gefüge der Nationen. Erst jetzt wissen wir, daß sich der deutsche Nationalökonom und Eisenbahnpionier Friedrich List (1789-1846) an diesem Wettbewerb beteiligt hat, nachdem Ende 1983 sein französisches Original-Manuskript in Paris, seinem damaligen Exil, entdeckt wurde. Die hier erstmals veröffentlichte Preisschrift nimmt den heutigen Leser mit ihren weitschauenden Prognosen gefangen, deren Richtigkeit zu überprüfen nach fast 150 Jahren einen besonderen Reiz ausmacht.

FRIEDRICH UST

Die Welt bewegt sich

Ober die Auswirkungen der Dampf kraft und der neuen Transportmittel...


Vandenhoeck & Ruprecht in Gottingen


V&R
Friedrich List

Die Welt bewegt sich

Über die Auswirkungen der Dampfkraft

und der neuen Transportmittel auf die Wirtschaft,

das bürgerliche Leben, das soziale Gefüge

und die Macht der Nationen

(Pariser Preisschrift 1837)

Nach der französischen Handschrift

übersetzt und kommentiert von

Eugen Wendler

Mit 4 Abbildungen

Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1985
Original-Titel der Schrift:

Le monde marche. Reponse ä la question de I'Academie

des Sciences Morales, et Politiques.

»Quelle peut etre sur l'economie materielle, sur la vie

civile, sur l'etat social et la puissance des nations,

l'influence des forces motrices et des moyens de transport

qui se propagent actuellement dans les deux mondes?«

CIP-Kurztitelaufnahme der Deutschen Bibliothek

List, Friedrich:

Die Welt bewegt sich : Über d. Auswirkungen d. Dampfkraft

u. d. neuen Transportmittel auf d. Wirtschaft, d. bürgerl.

Leben, d. soziale Gefüge u. d. Macht d. Nationen ;

(Pariser Prcisschr. 1837) / Friedrich List.

Nach d. franz. Hs. übers, u. kommentiert von Eugen Wendler.

Göttingen : Vandenhoeck und Ruprecht, 1985.

ISBN 3-525-13171-2

© Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1985.

Printed in Germany.

Ohne ausdrückliche Genehmigung des Verlages

ist es nicht gestattet, das Buch oder Teile daraus

auf foto- oder akustomechanischem Wege zu vervielfältigen.

Satz: Dörlemann-Satz, Lemförde

Druck: Hubert & Co., Göttingen

Vorwort

Am 30. November 1926 - dem 80. Todestag von Friedrich List - nahm Edgar Salin in den »Mitteilungen der Friedrich List-Gesellschaft e.V.« erstmals »Zur Frage der Listschen Preisschriften« Stellung. Dabei führte er u.a. aus: »Mehr als fünfundsiebzig Jahre mußten verstreichen, ehe deutsche Gelehrte dem Werk ihres größten Ökonomen genug Beachtung schenkten, um seinen mehrfachen Andeutungen nachzugehen und nach jener Preisschrift zu forschen, die er zu Ende des Jahres 1837 geschrieben und der Pariser Akademie eingereicht hat. Als der Neuentdecker und Bearbeiter dieses wichtigen Werkes, Dr. Sommer, daran ging, die Geschichte seiner Abfassung, seiner Verborgenheit und seiner Wiederauffindung zu schreiben, ist es seiner gründlichen Untersuchung aller Spuren und Erwähnungen aufgefallen, daß Häusser in seiner Biographie Lists von >zwei' nationalökonomischen Preisaufgaben der Akademie- und an anderer Stelle von der Vollendung >beider' Arbeiten spricht ... Bei der ersten Preisaufgabe lockte ihn die Möglichkeit, sein System zum erstenmal umfassend darzustellen. Bei der zweiten mag allein schon die kurze Zeitspanne verhindert haben, daß er eine Leistung von gleicher originaler Kraft verfaßte - es wird immer wunderbar genug bleiben, daß es ihm überhaupt gelang, im Zeitraum von sieben Wochen beide Themen zu behandeln und ein Werk von >zwei Bänden' zu schreiben. Dazu hatte er gerade kurz zuvor seine Gedanken über das Eisenbahnwesen für Rotteck-Welckers Staatslexikon systematisch zusammengefaßt - so mag ihm die zweite Aufgabe in einem wenig glücklichen Augenblick gekommen sein. Aber dies alles sind einstweilen Vermutungen, die die Preisschrift selbst bestätigen und widerlegen kann. Das Wichtigste ist: Es ist nun einwandfrei erwiesen, daß List auch die zweite Arbeit geschrieben und abgegeben hat. So steht zu hoffen, daß es neuer Nachforschung gelingt, auch diese Schrift bald zu finden und alle hier aufgeworfenen Fragen zu lösen. Mag sein, daß auch diese Arbeit gleich bedeutsame Überraschungen bringt, wie es die erste Schrift in reichem Maße getan hat.«


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Wiederum sollten beinahe 60 Jahre verstreichen bis sich die Hoffnung von Edgar Salin erfüllte und der Verfasser dieser Zeilen Lists verschollene zweite Preisschrift - den Spuren von Artur Sommer folgend - im Archiv des Institut de France in Paris entdecken konnte. Dabei scheint es mehr als eine glückliche Fügung zu sein, daß diese Schrift in dem Jahre zur Veröffentlichung gelangt, in dem die Deutsche Eisenbahn ihr 150jähriges Jubiläum feiert.

Bei der Kommentierung hat sich der Verfasser so weit als möglich auf den historischen Beziehungszusammenhang und auf markante Punkte der Arbeit beschränkt. Es konnte an dieser Stelle nicht seine Aufgabe sein, Lists Bedeutung als Eisenbahnpionier in einer umfassenden Betrachtung zu beleuchten und alle gedanklichen Verästelungen aufzuzeigen, die zwischen den in dieser Preisschrift angerissenen Ideen und seinen vor- und nachgeschalteten Arbeiten zum Eisenbahnwesen sowie zu seinem übrigen Lehrgebäude bestehen und dort vielfach tiefschürfender und umfassender ausgeführt werden. Ebenso wurde davon Abstand genommen, jede These auf ihre Validität zu überprüfen und anzumerken, welche Prophezeihungen sich als richtig oder als falsch erwiesen haben. Hier hätte sich ein äußerst problematischer Prüfstand aufgetan, auf dem nicht nur die historische Entwicklung bis zur Gegenwart, sondern auch noch die sich abzeichnenden Zukunftsperspektiven zu berücksichtigen gewesen wären. Deshalb sei es dem Leser anheimgestellt, einzelne Thesen herauszugreifen und einer kritischen Beurteilung zu unterziehen.

Im übrigen ist es dem Verfasser ein Bedürfnis, dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht sehr herzlich dafür zu danken, daß er das verlegerische Risiko nicht scheute und die Publikation dieser Schrift zu seinem eigenen 250jährigen Verlagsjubiläum besorgte. Ferner möchte er der Stadt Reutlingen und der Industrie- und Handelskammer Reutlingen dafür danken, daß sie die Drucklegung mit einem namhaften finanziellen Beitrag gefördert haben.

Reutlingen, 30. November 1984 E. Wendler

Inhaltsverzeichnis

Teil A: Geschichte und Kommentierung der Preisschrift

  1. Einleitung 11

  2. Biographischer Abriß des Lebens und Wirkens von Friedrich List und Schwerpunkte seines geistigen Schaffens . . 12

  3. Der erste Abschnitt des Pariser Exils und die Preisfragen

der Academie des Sciences Morales et Politiques 19

  1. Belege für die Existenz von zwei Preisschriften 22

  2. Die Entdeckung der zweiten Preisschrift 28

  3. Die Beschreibung des Manuskriptes 30

  4. Sprach- und Übersetzungsprobleme 32

  5. Die programmatische Aufgabenstellung der Preisfrage . . 35

  6. Das Preisrichterkollegium 37




  1. Geistesgeschichtliche Einordnung und inhaltliche Bewertung der Preisschrift 42

  2. Literatur 57

Teil B:

Der französische Text der Preisschrift und die

deutsche Übersetzung /

Reponse ä la question de 1 'Academie des Sciences

Morales et Politiques

Le monde marche / Die Welt bewegt sich 60

Avant-Propos / Vorwort 62



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I. Temps et espace / Zeit und Raum 64

II. De la difference entre les anciens moyens de tranport
et les nouveaux / Unterschiede zwischen den alten
und neuen Transportmitteln 76

  1. Des effets des nouveaux moyens de transport sur le developpement et l'activite de l'esprit humain en ge-neral / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die Entwicklung und Aktivitäten des menschlichen Geistes im allgemeinen 80

  2. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur les productions et la consommation des richesses materielles / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die Produktion und den Konsum von materiellen Reichtümern 84

V. Des effets du nouveau moyen du transport sur la civi-
lisation et le bien etre des ouvriers / Auswirkungen
der neuen Transportmittel auf die Zivilisation und
das Wohlergehen der Arbeiter 98

VI. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur
l'amelioration de la condition des indigens, des in
firmes et des malades / Auswirkungen der neuen
Transportmittel auf die Verbesserung der Lebensbe
dingungen der Armen, Gebrechlichen und Kranken 106

VII. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur
l'instruction de la jeunesse et l'instruction publique /
Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die
Ausbildung der Jugend und das öffentliche Schulwe
sen 108

VIII. Du progres de la litterature et des langues, des
sciences et des arts, par les nouveaux moyens de trans
port / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf
die Fortschritte der Literatur und der Sprachen, der
Wissenschaften und der Technik 110

IX. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur les capitalistes, les proprietaires et les hautes classes / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die Kapitalisten, die Grundbesitzer und die Oberschicht . . . 114

X. Des nouveaux moyens de transport, relativement au commerce du globe, a la colonisation, au melange des races / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf

den Welthandel, die Kolonisation und die Vermi
schung der Rassen 116

XI. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur l'administration, le credit et les finances de l'Etat / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die Verwaltung, das Ansehen und die Finanzen des Staates . . 122

XII. Des effets du Systeme de chemins de fer relativement
au maintien de l'ordre public / Auswirkungen des Ei
senbahnsystems auf die Aufrechterhaltung der öffent
lichen Ordnung 126

  1. De l'action des nouveaux moyens de transport sur la Constitution politique, la legislation et l'administra-tion de la justice chez une nation, et sur la securite publique / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die politische Verfassung, die Legislative und die Justizverwaltung einer Nation und auf die öffentliche Sicherheit 128

  2. Effets des nouveaux moyens de transport relativement ä la guerre et a l'administration des armees / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf den Krieg und

die Heeresführung 134

  1. Quelle influence les chemins de fer peuvent exercer sur la puissance des etats et sur la politique generale? / Auswirkungen von Eisenbahnen auf die Macht des Staates und auf die allgemeine Politik 142

  2. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur le developpement du droit des gens / Auswirkungen der neuen Transportmittel auf die Entwicklung der Menschenrechte 150

XVII. Des telegraphes / Telegraphie 154

XVIII. De l'influence des nouveaux moyens de transport sur
la condition de la France en particulier / Auswirkun
gen der neuen Transportmittel auf die spezifische
Lage Frankreichs 158

Umschlagbild aus: Eisenbahn-Journal, Heft 1, Altona/Leipzig 1835, herausgegeben von Friedrich List.


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TEIL A

Geschichte und Kommentierung der Preisschrift

1. Einleitung

Obwohl der ansonsten unbarmherzig tadelnde Karl Marx mit dem um eine Generation älteren Friedrich List schonend umging, ja in einem Brief an Friedrich Engels das Urteil von Eugen Dühring unwidersprochen weitergibt, wonach List neben Mathew Carey in wirtschaftswissenschaftlicher Hinsicht -das größte Genie des 19. Jahrhunderts-1 sei und Engels an anderer Stelle beipflichtend bemerkt, daß List »immer noch das Beste (sei), was die deutsche bürgerlich-ökonomische Literatur produziert«2 habe, setzte sich die wirtschaftshistorische Forschung in der Nachkriegszeit nur sehr spärlich mit den nationalökonomischen Lehren von Friedrich List auseinander. Einen augenscheinlichen Beweis für dieses Versäumnis liefert Paul-Heinz Koesters, der in seiner populärwissenschaftlichen Untersuchung »Ökonomen verändern die Welt«3 die bedeutendsten Nationalökonomen und deren Theorien vorstellt, Friedrich List aber mit keinem Wort erwähnt. Dies erscheint insofern unverständlich, als List der erste namhafte Wirtschaftstheoretiker und -politiker deutscher Zunge war, der bei seinen entwicklungspolitischen Ideen außerordentlichen Weitblick zeigte, sich mit ganzer Hingabe für die Schaffung

  1. Marx, K.; F. Engels: Briefwechsel, Berlin 1950, Band IV, S. 26; zit. aus: Fabiunke, G.: Zur historischen Rolle des deutschen Nationalökonomen Friedrich List (1789-1846], Berlin 1955, S. 29.

  2. Engels, F.: Zur Kritik der Politischen Ökonomie, in: Marx, K. und F. Engels: Ausgewählte Schriften in zwei Bänden, Band 2, Berlin 1952, S. 342.

  3. Siehe Koesters, P.-H.: Ökonomen verändern die Welt.

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einer deutschen Zollunion als Vorstufe des politischen Einigungsprozesses und für den Aufbau eines deutschen Eisenbahnnetzes einsetzte und damit Perspektiven aufriß, die über die Europäische Gemeinschaft und die neuen Verkehrs- und Telekommunikationsmittel weit in die Zukunft hineinstrahlen.

Bei der Erforschung des Lebenswerkes von Friedrich List wurde seit etwa 130 Jahren darüber spekuliert, ob sich dieser »höchst begabte und viel verkannte«4 Nationalökonom während seines Exils in Paris im Jahre 1837 an einer oder an zwei Preisfragen der Academie des Sciences Morales et Politiques beteiligte und dem Preisrichterkollegium ein oder zwei Manuskripte zur Begutachtung vorlegte.

Nachdem der Verfasser das verschollene Manuskript der zweiten Preisfrage am 25. Oktober 1983 im Archiv des Institut de France entdeckte, läßt sich diese Streitfrage eindeutig beantworten.

Bevor wir auf die näheren Umstände und den Inhalt dieser Arbeit eingehen, sei dem geschäftsführenden Direktor des Institut de France, Monsieur Le Secretaire Perpetuel Bernard Chenot für die Freigabe und Madame Laffite-Larnaudie für die große Hilfsbereitschaft beim Auffinden und der photographischen Aufnahme des Manuskriptes herzlich gedankt. Ebenso möchte der Verfasser seiner lieben Frau Christi dafür danken, daß sie die vorliegende Arbeit wiederum mit großer Geduld verfolgte und in maschinenschriftliche Form brachte.

2. Biographischer Abriß des Lebens und Wirkens von Friedrich List und Schwerpunkte seines geistigen Schaffens

Friedrich List1, der im Revolutionsjahr 1789 in der damals Freien Reichsstadt Reutlingen geboren wurde, besuchte bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr die Lateinschule, absolvierte dann eine dreijährige Lehre in der väterlichen Weißgerberei

4 Weber, G.: Lehrbuch der Weltgeschichte, Zweiter Band, 18. Auflage,

Leipzig 1879, S. 785. 1 Vgl. Wendler, E.: Friedrich List - Leben und Wirken in Dokumenten,

Reutlingen 1976; dergl: Friedrich List - Stationen eines wechselvollen

und ergriff anschließend die mittlere Beamtenlaufbahn. Hierbei lernte er die damaligen Mißstände in der Verwaltung des Königreichs Württemberg kennen. Obwohl er kein Abitur hatte und nur als Gasthörer Rechtsvorlesungen an der Universität Tübingen besuchte, berief ihn König Wilhelm I. im Jahre 1817 an die auf Lists Initiative gegründete staatswirtschaftliche Fakultät dieser Universität als Professor der Staatsverwaltungspraxis .

Während eines zufälligen Aufenthaltes in Frankfurt rief er im April 1819 den »Deutschen Handels- und Gewerbeverein« ins Leben, der sich gegen den wirtschaftlichen und politischen Partikularismus der deutschen Fürstentümer wandte und für die Abschaffung der Binnenzölle und damit für einen freizügigen Binnenmarkt kämpfte. Die wirtschaftliche Union sollte die Vorstufe zur politischen Einigung Deutschlands bilden. Diese - aus der Sicht des Königs - unerwünschte Initiative hatte Lists Entlassung aus dem Staatsdienst zur Folge.

Im Jahre 1820 wurde er von den Bürgern seiner Vaterstadt als Abgeordneter in den württembergischen Landtag entsandt. In dieser Eigenschaft kritisierte er in einer dezidierten und scharf formulierten »Petition«, die in Wirklichkeit den Charakter eines anonymen Flugblattes hatte, die gravierendsten Mängel und Ungerechtigkeiten in der württembergischen Verwaltung und die sozialen Unzulänglichkeiten des Ständestaates.2 Lists Anklage gipfelte in 40 Einzelforderungen, die zur Beseitigung der Mißstände von der Regierung verwirklicht werden sollten. Wegen dieser heftigen Angriffe wurde er nach nur zweimonatiger Zugehörigkeit aus dem Landtag ausgeschlossen und zu einer zehnmonatigen Festungshaft mit angemessener Beschäftigung verurteilt. Hierbei lag das Hauptgewicht der Bestrafung nicht auf der Zeit-

Lebensweges, in: Mitteilungen des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung, Tübingen, 4. Jg., Nr. 3, 1976, S. 11-23; dergl: Friedrich List - NB-Forscherportrait, in: Neue Betriebswirtschaft, H. 7/1979, S. 417-419; dergl.: Reutlingen und Friedrich List, Reutlingen 1983, Gehring, P.: Friedrich List, Jugend- und Reifejahre, 1789-1825, Tübingen 1964; Henderson, W. O.: Friedrich List - Economist and Vi-sionary, 1789-1846, London 1983. 2 Vgl. Wendler, E.: Leben und Wirken von Friedrich List. . ., S. 16 ff.



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strafe, sondern auf dem entehrenden Zusatz »mit angemessener Beschäftigung«, der List von nun an zum politisch Verfolgten und ruhelosen Emigranten werden ließ. Obgleich er sich vor allem während seines Exils in der Schweiz in vielfältiger Weise um seine politische Rehabilitierung bemühte, blieben alle Verteidigungsschrift »Themis II« in einer anonymen Rezension der in Halle erschienenen Allgemeinen Literatur-Zeitung von 1824 mit größter Hochachtung kommentiert: »Diese Vorstellung führt mit vollem Recht das Prädikat: ehrfurchtsvoll; denn es ist nicht ein, der tiefsten Ehrfurcht zuwiderlaufender Ausdruck darin, vielmehr gründet sie sich ganz eines Theils auf das Vertrauen zur Gerechtigkeit des Staatsoberhauptes, und andern Theils auf eine überaus klare und bündige Auseinandersetzung der wahren Bewandtnis der Sache mit Beleuchtung der entgegenstehenden Entscheidungsgründe des ergangenen Erkenntnisses. Man kann schwerlich umhin, den Mann zu bedauern, der ein Opfer seines wohlgemeinten Eifers geworden ist, und seiner Ausführung beyzupflichten, wenn man nicht von Vorurtheilen geblendet ist.«4

Zunächst versuchte List, sich der Verhaftung durch Flucht zu entziehen. Doch nach zweijährigem Umherirren im Elsaß, in Baden und der Schweiz sowie einem kurzen Abstecher nach Paris und London kehrte er wieder nach Württemberg zurück. Seine Hoffnung, beim König Gnade zu finden, erfüllte sich allerdings nicht. Unmittelbar nach seiner Rückkehr wurde er festgenommen und zur Verbüßung der Haftstrafe auf den Hohen Asperg gebracht. Erst nachdem er versprach, nach Amerika auszuwandern, wurde er vorzeitig entlassen.

In der neuen Welt verbrachte List sechs Jahre. Er versuchte sich zunächst als Farmer, ehe er die Redaktion einer deutschsprachigen Zeitung (Der Readinger Adler) übernehmen

  1. Vgl. Wendler, E.: Leben und Wirken von Friedrich List. . ., S. 158 ff.

  2. o.V.: Themis, eine Sammlung von staatswissenschaftlichen Abhandlungen, Übersetzungen und in die Politik einschlagenden Rechtsfällen, in: Allgemeine Literatur-Zeitung, Nr. 220, Halle 1824, S. 94.

konnte, entdeckte bei Pottsville in Pennsylvania ein großes Steinkohlenlager und wurde Mitbegründer und Miteigentümer einer der ersten Eisenbahnlinien der Welt, die zum Abtransport des von ihm entdeckten Kohlevorkommens gebaut wurde. Bei der Planung und Ausführung dieses Projektes konnte er wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihn zu einem der ersten Eisenbahnpioniere der alten und neuen Welt werden ließen. Außerdem studierte er am amerikanischen Modell den Widerstreit zwischen dem Wirtschaftsliberalismus englischer Prägung und der Schutzzollpolitik der wirtschaftlich noch rückständigen Länder. Diese Auseinandersetzung fand in seinen »Outlines of American Political Economy« von 1827 ihren literarischen Niederschlag.

Obwohl List in den Vereinigten Staaten Ansehen und Wohlstand erlangte, trieb ihn sein Heimweh zur Rückkehr nach Deutschland. Deshalb kam es ihm sehr gelegen, daß ihn Präsident Jackson nach der am 27. 10. 1830 erfolgten Annahme der amerikanischen Staatsbürgerschaft zum amerikanischen Konsul für Hamburg, dann für Baden und schließlich für das Königreich Sachsen ernannte. Allerdings konnte er diese Funktionen wegen der eisigen Ablehnung, die dem einstigen politischen Häftling immer noch zuteil wurde, kaum ausüben. Stattdessen kämpfte er mit ungeheurer Tatkraft für den Aufbau eines deutschen Eisenbahnnetzes. Sein unermüdlicher Einsatz galt vor allem dem Bau der sächsischen Eisenbahn Leipzig-Dresden, ohne aber die erhoffte Anstellung im Direktorium der Eisenbahngesellschaft zu bewirken. In ähnlicher Weise und mit dem gleichen Mißerfolg bemühte er sich um den Bau der badischen Eisenbahn Mannheim-Basel.

Diese und andere Fehlschläge veranlaßten den nun schon 48jährigen, sein Glück in Frankreich zu versuchen. In seinem dreijährigen Exil in Paris von 1837-1839 beteiligte er sich an den uns hier interessierenden Preisfragen der Academie des Sciences Morales et Politiques; außerdem verfaßte er in jener Zeit zahlreiche journalistische Beiträge.

Nach seiner abermaligen Rückkehr nach Deutschland wurde er 1840 für seine Verdienste um das thüringische Eisenbahnwesen von der juristischen Fakultät der Universität Jena mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde geehrt.



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In einem weiteren geistigen Kraftakt vollendete der nahezu Mittellose sein ökonomisches Hauptwerk »Das Nationale System der Politischen Ökonomie«, das noch zu seinen Lebzeiten 3 Auflagen erreichte und im Laufe der Zeit in mehrere Fremdsprachen übersetzt wurde.

Dann folgten Reisen nach Österreich/Ungarn und nach England, von denen er sich berufliche und politische Erfolge versprach. List sah mit dem ihm eigenen Scharfblick voraus, daß die Tage der englischen Wirtschaftsmacht gezählt waren. Deshalb bemühte er sich in England aus eigenem Antrieb um eine deutsch-englische Entente. In seiner Denkschrift »Über den Wert und die Bedingungen einer Allianz zwischen Großbritannien und Deutschland«, die er dem englischen Premierminister Robert Peel überreichte, fand seine »Politik der Zukunft« ihren Höhepunkt. Eine solche Allianz sollte Großbritannien dazu verhelfen, seine wirtschaftliche Vormachtstellung zu verteidigen und Deutschland nach der durch den Zollverein von 1834 erlangten Wirtschaftsunion den Ausbau seiner produktiven Kräfte und die Verwirklichung seiner politischen Einheit erleichtern.5

Doch dieses Umherirren ohne greifbare Ergebnisse zehrte seine scheinbar unerschöpflichen Kraftreserven vollends auf. Seelische und körperliche Erkrankung verschlimmerten seine Lage so sehr, daß er - ausweglos und tief verzweifelt - am 30. November 1846 in der österreichischen Grenzstadt Kuf-stein seinem Leben ein Ende setzte.

Trotz seines ruhelosen Lebens konnte List ein reiches literarisches Gesamtwerk schaffen. Es umfaßt mehr als 1000 Einzeltitel, deren wichtigste in der zehnbändigen Gesamtausgabe zusammengetragen und kommentiert sind.6

Im Vergleich zu Karl Marx war List sicher kein überragender Theoretiker, sondern ein Mann der Praxis, der in den USA zu der Einsicht gelangte, daß das beste Werk, das man über Politische Ökonomie lesen könne, das Leben und die praktische Wirklichkeit sei. Seine ganz besondere Stärke lag

aber darin, äußerst komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge kurz und prägnant zu formulieren und daraus weit in die Zukunft hineinreichende Schlußfolgerungen zu ziehen.

In seinen thematisch breit gefächerten Beiträgen griff er die drängensten und interessantesten Probleme und Entwicklungstendenzen seiner Zeit auf, die er in einer sehr anschaulichen und lebendigen Sprache bearbeitete. Sie lassen sich in vier Themenkreise einteilen: in staatspolitische, wirtschaftswissenschaftliche, verkehrspolitische und journalistische Abhandlungen. Seine staatspolitischen Ideen kreisten vor allem um die Liberalisierung und Demokratisierung der deutschen Fürstentümer, insbesondere des Königreichs Württemberg, sowie um deren wirtschaftlichen und politischen Zusammenschluß. Die wirtschaftswissenschaftlichen Ideen, die er aus historisch gewachsenen einzel- und gesamtwirtschaftlichen7 Grundlagen ableitete, galten in erster Linie den ökonomischen Voraussetzungen eines sozialpolitisch motivierten Industrialisierungsprozesses der wirtschaftlich noch rückständigen Länder und den Möglichkeiten, den Industrialisierungsvorsprung Englands einzuholen. Außerdem verfügte List über ein fundiertes betriebswirtschaftliches Gedankengebäude, das aus der sog. »Niedergangszeit der Handelswissenschaften« herausragt.8 Seine verkehrspolitischen Aktivitäten waren von der Überzeugung getragen, daß die verkehrsmäßige Erschließung eines geographischen Raumes für die Industrialisierung und das wirtschaftliche Wachstum und damit für das soziale Wohlergehen einer Nation von entscheidender Bedeutung sind. Bildungspolitische, technische, geographische und historische Beiträge runden das vielschichtige Gesamtwerk ab.

In Lists Gedankengebäude stehen die Theorie der produktiven Kräfte und deren Unterschied zur Theorie der Werte im Vordergrund. Unter dem Begriff der produktiven Kräfte versteht er ein äußerst komplexes und heterogenes Phänomen, das durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt und gestaltet wird. Dazu gehören sozialpolitische und gesamtwirtschaftli-



  1. Vgl. List, F.: Über den Wert und die Bedingungen einer Allianz zwischen Großbritannien und Deutschland, S. 267 ff.

  2. Vgl. List, F.: Schriften/Reden/Briefe, Band I-X, abgekürzt: Werke.




  1. Vgl. Sommer, A.: Friedrich Lists System der politischen Ökonomie.

  2. Vgl. Wendler, E.: Das betriebswirtschaftliche Gedankengebäude von Friedrich List.








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che Einflußfaktoren, wie die Gesetze des Staates, seine öffentlichen Institutionen, Wissenschaft und Technik, Kunst und Erziehung, die Sicherheit der Person und des Eigentums, die Freiheit des Menschen und das harmonische Zusammenwirken der drei Wirtschaftssektoren Landwirtschaft, Handel und Industrie.

Die produktiven Kräfte bilden in ihrer Gesamtheit jene »Kräfte oder Fähigkeiten, die wirksam sind und zur Produktion« beitragen, während »die Dinge selbst, die produziert werden und als Tauschobjekte« dienen, als Werte bezeichnet werden. Die produktiven Kräfte seien der volks- und betriebswirtschaftliche Baum, »an welchem die Reichtümer wachsen, und weil der Baum, welcher die Frucht trägt, wertvoller« sei, »als die Frucht selbst«, habe sich die Theorie der Werte der Theorie der produktiven Kräfte unterzuordnen.9 Dennoch bestehe zwischen beiden Theorien ein inniger Zusammenhang. Um Werte zu produzieren, müßten produktive Kräfte geopfert werden und ebenso müsse man Werte opfern, um die produktiven Kräfte zu vermehren. Dabei sei ihre Vermehrung nicht immer unmittelbar zu spüren; sie werde »oft erst sichtbar durch die wachsende Produktion der folgenden Generation oder selbst noch später.«10 Daraus folgt, daß List unter der Vermehrung der produktiven Kräfte einen langandauernden, wenn möglich endlosen Prozeß verstand.

Auch wenn manche Autoren kritisieren, daß der Begriff der produktiven Kräfte recht verschwommen sei, weil sich das darunter zu verstehende Leistungspotential nicht opera-tional definieren lasse, so vermag diese Theorie geistige Einsichten zu vermitteln, die für die politischen und ökonomischen Perspektiven der Gegenwart wertvolle Denkanstöße induzieren können. In der Nachkriegszeit hat sowohl in ein-zel- als auch in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht das Umsatzbzw. das Wachstumdenken und damit die Theorie der Werte die ökonomischen Zielvorstellungen beherrscht. Wenn aber die energiewirtschaftliche Versorgung langfristig gesichert, die Umweltverschmutzung drastisch verringert, der Rohstoff-

verbrauch in Grenzen gehalten, das internationale Entwicklungsgefälle gebremst und die binnen- und außenwirtschaftliche Leistungskraft der deutschen Wirtschaft auf Dauer erhalten werden sollen, erscheint es höchste Zeit, sich auf eine zeitgemäße Interpretation von Lists Theorie der produktiven Kräfte zu besinnen.

3. Der eiste Abschnitt des Pariser Exils und die Preisfragen der Academie des Sciences Morales et Politiques

Nachdem Friedrich List die politische Ehrenrettung durch den württembergischen König WilhelmI. am 15. April 1836 endgültig versagt wurde, weil seine »staatsbürgerlichen Verhältnisse von der Art sind, daß er einer Rehabilitierung weder bedarf noch eine solche ihm von irgendeinem Nutzen sein könnte«1 und seine Bewerbung um eine freigewordene Stelle im Direktorium der Leipzig-Dresdener-Eisenbahngesellschaft am 29. Juni 1837 abschlägig entschieden wurde, blieb ihm nur noch die Möglichkeit, ins europäische Ausland zu emigrieren.

Da sich hierfür in Frankreich die besten Aussichten zu eröffnen schienen, entschloß er sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1837 nach Paris überzusiedeln. Dort wurde er von seiner ältesten Tochter Emilie (10. 12. 1818-14. 12. 1902) erwartet, die in der französischen Metropole zur sprachlichen und musikalischen Weiterbildung ein Internat besuchte.

Die Reise führte über Belgien, wo er von den höchsten politischen Amtsträgern mit großen Ehren empfangen wurde. »Für kaum einen anderen Menschen trifft das Sprichwort: ■Der Prophet gilt nichts im eigenen Vaterlande!« treffender zu als für Friedrich List. Immer, wenn er die Grenzpfähle des Deutschen Bundes hinter sich ließ, erntete er Beifall und Anerkennung.«2 So gab ihm der belgische König ein herzliches Empfehlungsschreiben an seinen Vetter, König Louis Philippe



9 List, F.: Das Nationale System der Politischen Ökonimie, S. 81. 10 List, F.: Das Natürliche System der Politischen Ökonomie, S. 192.


  1. König Wilhelm I: Schreiben an das Justizministerium vom 15.4.1836; Werke VIII, S. 474.

  2. Wendler, E.: Friedrich List - Leben und Wirken in Dokumenten, S. 22.








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von Frankreich mit; der belgische Eisenbahnminister No-thomb ehrte ihn mit einer Einladung zur feierlichen Eröffnung der Eisenbahnverbindung Mecheln-Löwen, die am 10. September 1837 eingeweiht wurde und die erste belgische Eisenbahn von Brüssel nach Mecheln um 50 km verlängerte.

Bis jetzt war das genaue Datum unbekannt, an dem Friedrich List von Belgien nach Frankreich weiterreiste und ab wann er in Paris logierte. Die früheren List-Biographen mußten sich mit dem unbestimmten Zeitraum »Ende September bis Anfang Oktober« genügen. Erst vor kurzem stieß der Autor auf einen bislang unbekannten Brief, der diese Frage sehr präzise beantwortet. Es handelt sich um ein Schreiben, das List am 7. Oktober 1837 aus Paris an den von ihm vor seiner Abreise aus Leipzig zum Konsularagenten bestellten Dr. Johann Gottfried Flügel (1788-1855) richtete und in dem er folgende Nachricht zukommen ließ: »Da ich nicht ganz gewiß bin, ob meine Frau inzwischen von Leipzig abgereist ist, so sende ich Ihnen, werther Herr Doctor, den anliegenden Brief, mit der Bitte, ihn meiner Frau zuzustellen oder nachzuschicken. Eben so bitte ich das beykommende Manuskript der Teubnerschen Buchdruckerey zu überschicken. Im Falle Sie mir etwas zu schreiben haben sollten, bitte ich Ihre Briefe Rue Vivienne, Hotel Vivienne zu adressieren. Ihre Auslagen an Briefporto bitte ich in Rechnung zu bringen.« Wenn man den Briefinhalt mit der am 21.9.1837 von Brüssel an Emilie gerichteten Nachricht vergleicht, wonach »vor dem 1.-5. Oktober« nicht mit seiner Ankunft in Paris zu rechnen sei, dürfte diese am 6. oder 7. Oktober 1837 erfolgt sein. Außerdem ist der Domizilvermerk für unsere Problemstellung sehr aufschlußreich.

Bald nach seiner Ankunft in Paris erfuhr List, daß die Academie des Sciences Morales et Politiques zwei Preisfragen ausgeschrieben hatte, die bis zum 31. Dezember 1837 bearbeitet werden konnten.

Die Akademie bildet eine der fünf Säulen des weltberühmten »Institut de France«. Diese Institution ist die höchste nationale Körperschaft für Wissenschaft und Kunst in Frankreich; sie wurde 1795 durch das Direktorium gegründet, um alle wissenschaftlichen Entdeckungen zu sammeln und die

Wissenschaften und Künste zu vervollkommnen. Das Institut de France setzt sich aus folgenden Akademien zusammen:

  1. Die Academie Francaise, gegründet 1635

  2. Die Academie des Inscriptions et Beiles Lettres, gegründet 1663

  3. Die Academie des Sciences, gegründet 1666

  4. Die Academie des Beaux Arts, gegründet 1816

  5. Die Academie des Sciences Morales et Politiques, gegründet 1832.

Die Academie des Sciences Morales et Politiques besteht heute aus den fünf Abteilungen: Philosophie, Politische Wissenschaften, Jurisprudenz, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Geographie, denen insgesamt 40 ordentliche und 6 freie Mitglieder angehören.

Jede der fünf Akademien ist eine Körperschaft für sich mit eigenen Sitzungen, eigenständigen Preisfragen und autonomen Preisen.

Es scheint, als ob die beiden Preisfragen der Academie des Sciences Morales et Politiques für Friedrich List gemünzt waren, so genau deckten sie sich mit seinen nationalökomischen und verkehrspolitischen Interessengebieten. Sie hatten nachstehenden Wortlaut:

(1) »Lorsqu'une nation se propose d'etablir la liberte du com
merce ou de modifier sa legislation sur les douanes, quels
sont les faits, qu'elle doit prendre en consideration pour
concilier de la maniere la plus equitable les interets des
producteurs nationaux et ceux de la masse des consom-
mateurs?«

»Wenn eine Nation beabsichtigt, zum Freihandel überzugehen oder überhaupt ihre Zollgesetzgebung zu ändern, welche Tatsachen muß sie in Betracht ziehen, um auf möglichst gerechte Weise die volkswirtschaftlichen Interessen der Produzenten mit denen der Masse der Verbraucher in Einklang zu bringen?«

(2) »Quelle peut etre sur l'economie materielle, sur la vie ci-
vile, sur l'etat social et la puissance des nations, l'in-
fluence des forces motrices et des moyens de transport
qui se propagent actuellement dans les deux mondes?«


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